Archive for the ‘Allgemein’ Category

“Zerbrechliche Dinge” von Neil Gaiman

Freitag, Dezember 30th, 2011

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In diesem Buch von Gaiman sind über 10 Erzählungen gesammelt und jede hat einen ganz eigenen Charakter. Die Geschichten sind zum Teil verwirrend und irreal, aber dadurch so fesselnd, dass man sie gerne weiter verfolgt. Scheinbar alltägliche Situationen vermischen sich mit befremdlichen Ereignissen, manche Geschichten sind so gestrickt, dass am Ende viele Fragen offen bleiben und dass man vergeblich nach der Pointe sucht. Und vielleicht irgendwann festgestellt, dass es einfach keine gibt. Dann nimmt man sich eben die nächste Erzählung vor, die mit der vorherigen ganz sicher nichts gemeinsam hat. Eine Frage, die wahrscheinlich immer offen bleibt, ist: was genau möchte Neil Gaiman mir damit sagen?

Gaimans “Zerbrechliche Dinge” sind tiefgründiger als sie auf den ersten Blick scheinen und nicht leicht zu interpretieren. Für manchen Leser wird das eine Herausforderung, für den anderen eine wahre Freude sein. Wenn Sie sich jetzt denken, dass dieses Buch nichts für Sie ist, sollten Sie vielleicht einen Roman (eher zur Unterhaltung geeignet) von Gaiman lesen. Die Stadtbücherei Soest hat “American Gods”, “Sternwanderer” und noch einige andere Bücher von ihm im Bestand. Und wenn Ihnen der Schreibstil von Neil Gaiman nicht gefällt, können Sie die Bücher einfach ungelesen wieder zurückgeben. Das Lesen von Gaimans Büchern lohnt sich aber auf jeden Fall!

 Tipp von Fee

Gaiman, Neil: Zerbrechliche Dinge: Geschichten und Wunder

Stuttgart: Klett-Cotta, 2010

ISBN: 978-3-608-93876-0

“Flavia De Luce - “Mord im Gurkenbeet” und “Mord ist kein Kinderspiel” von Alan Bradley

Montag, September 27th, 2010

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“Flavia De Luce - Mord im Gurkenbeet”  von Alan Bradley

Flavia ist zwar erst elf, hat es aber faustdick hinter den Ohren bzw. in ihrem Labor. Die Leidenschaft der klugen Kleinen gilt nämlich der Chemie. Vor allem todbringende Substanzen wie indianische Pfeilgifte und Arsen haben es ihr angetan. Und sie interessiert sich nicht nur dafür, sie setzt ihre Kenntnisse auch ein: Wer Flavia dumm kommt, klagt vielleicht schon bald über einen brennenden Ausschlag oder juckende Pusteln…..

Als Flavia eines Morgens eine Männerleiche im Gurkenbeet des Familienanweswns findet und ihr Vater des Morders verdächtigt wird, entdeckt Flavia eine zweite Passion: die Detektivarbeit.

“Die Geschichte sprüht vor Witz, Ironie und sprachlicher Eleganz.”  -   Focus

Ausgezeichnet mit dem renommiertsten Krimipreis der Welt, dem “DAGGER AWARD” - auf der Basis eines einzigen Kapitels!

Alan Bradley

Flavia De Luce - Mord im Gurkenbeet

gelesen von Andrea Sawatzki

gekürzte Lesung, 6 Cd`s, 411 min mit Tracks, silberfisch-hoerbuch, ab 13 Jahre

(Band 1, abgeschlossene Geschichte)

    

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 Vorhang auf für Flavia de Luce

Nie zuvor hatte Hobbydetektivin Flavia einen so aufregenden Theaterabend. Bei der Show des Puppenspielers Rupert Porson gibt es beim furiosen Finale eine echte Leiche! Wer konnte den beliebten Puppenspieler auf drm Gewissen haben? Und was hat der Mord mit dem ungeklärten Tod des kleinen Robin zu tun? Die beiden Fälle scheinen so unlösbar verworren zu sein wie die verwickelten Schnüre einer achtlos weggeworfenen Marionette….

“Andrea Sawatzki liest diese sehr britische etektivgeschichte voll schrulliger Charaktere mit viel Tempo und Witz.”  hr2-Hörbuchbestenliste

Alan Bradley

“Flavia De Luce” - Mord ist kein Kinderspiel

gelesen von Andrea Sawatzki

6 Cd`s, ca. 450 min mit Tracks, gekürzte Lesung, ab 13 jahre,  www.silberfisch-hoerbuch.de

(Band 2. abgeschlossene Geschichte)

aktueller TIPP von Claudia Schulenburg 

Ein toller Jugendkrimi (auch super geeignet für jung gebliebende Erwachsene, mit viel Humor, schräg, skurill, so Typisch Very Brtitsch.

Aber Gott sei Dank, ohne Grausamkeit, Blutvergiessen und Brutalität. Was auch mal richtig erholsam ist, das nicht jedes Detail beschrieben und ausgeschmückt wird an Blutvergiessen, Brutalität, Härte, Skrupel- und Grausamkeit.

Da kommen nostalgische schöne Erinnerungen an einem guten Agathe Christie Krimi hoch, was mir super gefallen hat. Was auch noch nennenswert ist das man Band 2  zuerst hören kann (ist mir passiert)  und hatte erst Bammel  nicht in Band 1 reinzukommen, aber beide Geschichten sind in sich abgeschlossen und bauen nicht aufeinander auf.

“Don’t worry, be german” von John Doyle

Freitag, August 27th, 2010

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Ein Ami wird deutsch!

John Doyle beschreibt im seinem unterhaltsamen Buch seine Erlebnisse mit uns Deutschen. Jedes Kapitel trägt eine Eigenschaft, z.B. “Genauigkeit” als Überschrift oder alltägliche Dinge wie “Essen”. Natürlich immer zweisprachig, also Essen/Food. Aber Doyle deckt nicht nur die Unterschiede zwischen den Amerikaner und den Deutschen auf, sondern zeigt auch, wie ähnlich man sich im Grunde ist. Seit seiner Einreise hat er einige kuriose Dinge erlebt und beschreibt sie auf eine wirklich urkomische Art und Weise, ohne, dass man sich angegriffen fühlt oder vorgeführt vorkommt. Oftmals muss man sogar schmunzeln, wenn er Ausdrücke oder Gepflogenheiten der Deutschen ins Rampenlicht stellt, denn man erkennt sich selbst oder seine Mitmenschen eben doch wieder.

Doyles Buch öffnet einem die Augen für einen anderen Blick auf Deutschland. Schließlich ist auch in den USA nicht alles “great”. Außerdem kommt er durch seine vorurteilsfreie Art zu Erkenntnissen, die uns verwehrt bleiben. Wir selbst sind da eben “betriebsblind” geworden.

Ein herrlicher Lesespaß! Man kann es nur empfehlen!

Tipp von Fee

Doyle, John:

Don’t worry, be german

Frankfurt am Main: Scherz, 2010

282 S.

Sehr schön!

Mittwoch, Juni 9th, 2010

Unser Lesezeichen-Weblog wurde schon beachtet - Jürgen Plieninger (Bibliothekar am Institut für Politikwissenschaften in Tübingen) schrieb darüber im Weblog “netbib“: “Das war längst einmal fällig!” Darüber können wir uns richtig freuen!

“Die Welt summt in b-Moll” von Mari Strachan

Freitag, Juni 4th, 2010

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Eine walisische Bergarbeitersiedlung in den 50-er Jahren: Hier lebt die 12-jährige Gwenni mit ihrer Familie. Gwenni ist ein ungewöhnliches Mädchen: Sie mag kein Fleisch, denkt viel nach und liest viel - und außerdem kann sie fliegen … jedenfalls konnte sie es als ganz kleines Kind, jetzt klappt das nur noch im Traum. Aber manchmal übt sie immer noch, wach zu fliegen, und sie ist überzeugt, dass es ihr eines Tages gelingen wird. “Sie benimmt sich nicht immer so wie andere Leute, aber nur, weil sie klug ist und weiß, dass man sich überhaupt anders benehmen kann”, meint die Lehrerin, aber Gwennis Mutter mag das überhaupt nicht und kann sehr ärgerlich werden über ihre verdrehte Tochter - was würden die Leute sagen? Doch Gwenni lässt sich nicht beirren. Nachdem sie in der Sonntagsschule die Frage aufgeworfen hat, ob Tiere eine Seele haben, und zur gleichen Zeit der Mann von Mrs. Evans spurlos verschwindet, hat Gwenni plötzlich zwei wichtige Aufgaben: Den Fuchspelz von Mrs. Llywelyn Pugh zu retten und anständig zu begraben, und außerdem den Mann von Mrs. Evans zu finden. Kein leichtes Unterfangen, denn es gibt viele Geheimnisse, die alle außer Gwenni zu kennen scheinen.

Das hört sich nach einer eher harmlos-lustigen Geschichte an, aber das stimmt nur bedingt. Gwenni muss auch erfahren, dass traumatische Erfahrungen der Menschen in ihrer Umgebung (Krankheit, Depression, Krieg) noch lange danach Auswirkungen haben.

Ein sehr anrührendes Buch,
empfohlen von Dascha

Strachan, Mari:
Die Welt summt in b-moll
Köln: DuMont, 2009
ISBN 978-3-8321-8091-1