“Bernie & Chet” von Spencer Quinn
Krimis mit Tieren können gut oder eine Enttäuschung sein. In diesem Fall ist es dem Autor sehr gut gelungen, einen kurzweiligen und spannenden (Hunde-) Krimi zu schaffen, mit Bernie Little, einem Privatdetektiv und Chet, seinem Hund. Das Buch ist ein klassischer Detektivroman, der ohne blutige Grausamkeiten und übertriebene Gewalt auskommt. Hund Chet führt den Leser durch die Geschichte – aus seiner Sicht wird der Krimi erzählt. Nachdem Bernie zuletzt nur Aufträge in Sachen Scheidung bekommen hat, wo er doch selbst seine eigene gerade erst hinter sich hat, freut er sich schon fast als eines Tages eine Frau ihn damit beauftragt, ihre verschwundene Tochter Madison wiederzufinden. Während Bernie mit der Mutter Madisons Zimmer untersucht, taucht das Mädchen jedoch von alleine wieder auf. Für den Privatdetektiv scheint sich der Fall erledigt zu haben. Kurze Zeit später verschwindet sie jedoch wieder und Bernie und Chet nehmen die Ermittlungen auf. Besonders als die beiden den Vater von Madison befragen, wittert nicht nur Chet, dass noch viel mehr hinter der Sache steckt. Allen Hindernissen zum trotz und auch ohne die Zustimmung der Eltern bleiben die beiden an dem Fall dran und entlarven die Täter. Es warten viele spannende Zufälle und echte Ermittlungen auf den Leser. Durch die Schilderung aus der Sicht von Chet bleibt der Krimi immer interessant und man wird an manchen Stellen sicherlich schmunzeln, wenn Chet über die Aussprüche von Bernie nachdenkt, die aus Hundesicht so gar keinen Sinn machen. Wer zwischendurch einen guten unterhaltsamen Krimi lesen will, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt.
Quinn, Spencer: Bernie & Chet
München : Penhaligon , 2011
350 S.
Tipp von Fee