Mai 17th, 2012

Die junge Alice flieht auf einem Fest vor einem Heiratsantrag. Dabei fällt sie in ein großes Loch im Garten. In einem runden Raum findet sie sich wieder, aber alle Türen sind verschlossen. Alle bis auf eine kleine Türe. Nachdem sie ein Törtchen und einen Trank zu sich genommen hat schrumpft sie und gelangt durch die Tür in ein magisches Land. Dort wird sie schon vom weißen Kaninchen, der Haselmaus, dem Dodo und den Zwillingen Diedeldum und Diedeldei erwartet. Diese rätseln, ob dies die richtige Alice ist oder nicht. Das Mädchen wird zu der Raupe Absolem gebracht. Der erzählt, dass Alice schon einmal im Wunderland war und nun für eine wichtige Aufgabe zurückkehren müsse. Da man aber noch immer nicht weiß, ob sie die richtige ist, wird sie zurückgeschickt. Doch das Abenteuer fängt gerade erst an.
Eine Geschichte, in der es darum geht, seine eigenen Entscheidungen zu treffen und den Weg bis zum Ende zu gehen. Wunderbar Bilder, die vor Farben nur so strotzen und trotzdem recht düster werden. Der beste Hutmacher der je in einer Verfilmung zu sehen war. Tim Burton ist einfach ein wahrer Künstler.
von A. Helling
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Mai 17th, 2012

Die Auftraggeberin Miss Mary Morstan bittet Sherlock Holmes und Dr. Watson diese zu einem geheimen Treffpunkt zu begleiten. Dort angekommen werden sie per Kutsche kreuz und quer durch London gefahren. In einem Randgebiet treffen sie den exzentrischen Thaddeus Sholto. Dieser berichtet Miss Morstan vom Tod ihres Vaters, der als verschollen galt. Des weiteren erfahren die drei von einem Schatz, dessen Erbin Miss Morstan durch eine Reihe von Ereignissen sein soll. Doch was hat es mit dem Zeichen der Vier auf sich?
Ein typischer Sherlock Holmes, der durch seine Selbstsicherheit, sein Wissen und seine Intuition mal wieder den Tag rettet. Nach all den Jahren immer noch Kult.
von A. Helling
Des weiteren gibt es von Arthur Conan Doyle:
als Buch: Die vergessene Welt, Der Hund von Baskerville, Das Fiasko von Los Amigo, Abenteuer aller Art, Seine Abschiedsvorstellung, Sherlock Holmes’ Buch der Fälle, Das Tal der Angst, Die Memoiren des Sherlock Holmes, Die Rückkehr des Sherlock Holmes, Die Abenteuer des Sherlock Holmes, Eine Studie in Scharlachrot, The memoirs of Sherlock Holmes, A study in scarlet, The hound of the Baskervilles, The speckled band, The case-book of Sherlock Holmes
als Hörbuch: The adventures of Sherlock Holmes, Sherlock Holmes: A scandal in bohemia, Sherlock-Holmes-Geschichten, Der Hund von Baskerville
auf DVD: Sherlock Holmes (Der Hund der Baskervilles, Der Seidenstrumpfmörder), Sherlock Holmes (mit Robert Downey Jr. und Jude Law)
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Mai 13th, 2012

Keiner weiß wer Herr Sommer ist, aber jeder kennt ihn, hat ihn zumindest einmal schon gesehen. Denn Herr Sommer geht jeden Tag spazieren. Im Sommer. Im Winter. Bei brütender Hitze. Bei Sonnenschein. Bei Wolken. Regen. Stürmen. Und auch bei Schnee und Hagel. Dabei hat er kein Ziel. Er läuft scheinbar nur des Laufens willen.
Die Geschichte von Herrn Sommer ist nur die Einleitung für die Lebensgeschichte des Erzählers. Über seinen Ort. Seine erste Liebe. Was er dieser auf dem nach Hauseweg alles zeigen möchte. Das er fliegen konnte, zumindest fast. Die Klavierstunden. Und allgemein das Älter werden. Alles in allem eine schöne, aber auch an manchen Stellen traurige Geschichte.
von A. Helling
Des weiteren gibt es in der Stadtbibliothek von Patrick Süskind: Die Taube (Buch sowie Hörbuch), Das Parfüm (als Buch - auf deutsch und französisch - und Hörbuch), Der Kontrabass, Die Geschichte von Herrn Sommer als Hörbuch und diverse Literaturerläuterungen.
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Mai 13th, 2012

Aiko Matsushima trifft bei ihrer Arbeit Misaë die Pflegerin aus dem Leben im Kinderheim wieder. Schon damals war Aiko ein geheimnisvoller, Angst einflößender Langfinger. Abends besucht sie Misaë um sie mit Öl zu überschütten und anzuzünden. Dabei sterben drei Personen. Es ist nicht Aikos erster Mord. Und auch nicht der Letzte.
Die Geschichte zeigt viele Gesichter vom Rand der Gesellschaft: Prostituierte, Kriminelle, ein Transvestit im Rentenalter. Alle versuchen sie sich durchs Leben zu schlagen. Sei es ein Leben mit ständiger Angst vor Entdeckung, moralisch bedenkliche Geschäfte oder ein Zelt am Fluss. Dabei lehnt es Natsuo Kirino ab wertend zu schreiben, sie hält stattdessen einen Spiegel vor.
von A. Helling
In der Stadtbücherei gibt es von Natsuo Kirino außer “Teufelskind” noch ihr Erstlingswerk “Die Umarmung des Todes”.
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Mai 9th, 2012

Eine Bank in einem Park. Eine Zigarette. Lachs mit Reis. Eistee. Eine Zeitung. Das erste Treffen ohne Worte. Salaryman. Hikikomori. Fäden, die sich berühren. Teil eines Gewebes werden. Weitere Treffen ohne Worte. Dann ein Augenkontakt. Zwei Bilder im jeweils anderen Kopf. Ein Nicken. Eines zurück. Unsere Bank. Es ist der Beginn vieler Treffen zwischen dem 20jährigen Hiro - der nach zwei Jahren wieder aus seinem Zimmer, aus seinem Elternhaus gegangen ist - und dem 58jährigen Tetsu - der vor kurzem seine Arbeit verloren, seine Frau belügt, jeden Tag statt zur Arbeit in den Park geht.
Mit ihrer poetischen Art erzählt uns Milena Michiko Flasar die Geschichte mehrerer Leute, die versagt haben. Nicht funktionieren. Nicht funktionieren wollen. Nicht dazupassen. Sich verstecken. Oder eine Lüge leben. Momentaufnahmen der Scham und des Leidens. Fotos in einem Album der Melancholie.
von A. Helling
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Mai 8th, 2012

Die Amerikanerin Jane Prescott besucht ihre Freundin Chiyo Wada um ihr bei der Diplomarbeit in Anglistik zu helfen. Die die Zeit bis zur Abgabe knapp ist, fällt der Besuch in die Neujahrsfeierlichkeiten der Familie Wada. Diese finden in einem Ferienhaus der Familie nahe des malerisch verschneiten Fuji-sans statt. Als eines Abends der Tee eingenommen wird taucht plötzlich die blutüberströmte Chiyo auf und beichtet den Mord an ihrem Großonkel Yohei Wada. Die Familie beschließt umgehend einen Einbrecher zu erfinden und die Tat zu vertuschen. Doch die Polizei entdeckt schnell erste Ungereimtheiten. War die Spuren schlecht gelegt? Oder steckt doch mehr dahinter?
Was ist wichtiger? Familie oder die Wahrheit? Ein netter kleiner Krimi, der durch seinen immer wieder wechselnden Verlauf und die vielen Intrigen neue Spuren legt und neue Täter auftauchen lässt. Spannend bis zur letzten Seite.
von A. Helling
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Mai 3rd, 2012

Charlie hat es wirklich nicht leicht. Erstens findet er, er sei total hässlich. Und zweitens hat er einen Vater der Jazz Musiker ist! Und dann ist da noch sein Nachname “Braun”. Ja richtig er heißt, Charlie Braun wie der Loser aus den Comics der Peanuts! Und dabei ist Charlie ein toller Zeichner! Während Charlie mit seinem Selbstbewusstsein zu kämpfen hat, kommt eine Neue in seine Klasse. Die Selbstbewusste, coole Leo. Charlie ist hin und weg, nur wie erobert man das hübscheste Mädchen der Welt wenn man sich selbst für einen Loser hält? Wunderschön herzerfrischend, und ein unglaublicher gutelaune Macher. Nicht nur für Jugendliche sondern auch für Erwachsene zum mitlachen geeignet.
Jochen, Till:
Charlie und Leo
Ravensburg: Ravensburger Buchverlag, 2010
ISBN 978-3-473-58368-3
Tipp von Alina
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Mai 2nd, 2012

Die Sprache der Toten, Zellen und Seelen; rätselhafte Brote und Puppen im deutschen “Mittelalter”; Wörter erklären den Inhalt einer Sache, nicht das äußere Bild; Ohrringe und Aufkleber als Talismane, die vor Bösem schützen; Bücher als soziologische Studie in der Straßenbahn; philosophische Gedanken über Mütter; Geister sprechen durch Musik.
Mit Worten spielend und scheinbar mit den Augen eines Kindes betrachtet, gibt Yoko Tawada ihre Eindrücke vom Alltag und ihren Reisen. Dabei zeigt sie die kleinen Unterschiede der Kultur und “Missverständnisse” der Sprache.
Als kleines Juwel gibt es die Geschichte “Das Wörterbuchdorf” auch in japanischer Schrift abgedruckt.
von A. Helling
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Mai 2nd, 2012

Die Schriftstellerin Rin soll für ihren Verlag eine Autofiktion schreiben. Nach einem Streit mit ihrem Mann Shin lässt sie - während der Arbeit an ihrem Buch - alle ihre früheren Beziehungen noch einmal Revue passieren. Die Beziehung mit dem DJ Shâ, dem Musik wichtiger ist als Rin. Ihr Leben mit dem spielsüchtigen gewaltbereiten Pachinkohallenangestellten Gatô. Oder ihre Zeit mit dem Studenten Nyanko, der sie schwängert und nach der Abtreibung nur sporadisch für sie da ist. Die Beziehungen gleichen sich vor allem in Rins Verhalten, welches geprägt ist von Wutausbrüchen, gefolgt von unterwürfigen Liebesbekundungen, einem allgemeinem Gefühlschaos und der immer wiederkehrenden Vision von ihrem eigenen Tod.
In ihrer - durch die Gefühlschwankungen des Hauptcharakters bedingten - manchmal nicht leicht verständlichen und teilweise dreckigen Ausdrucksweise gelingt es Hitomi Kanehara ein Bild einer Frau zu zeichnen, die keine Entsscheidungen treffen will und diese immer auf ihre jeweiligen Partner abwälzt. Des weiteren fängt sie die fängt sie wunderbar die Zwiespältigkeit von Rin ein. Auch wenn der Roman alles in allem teilweise recht schwer zu lessen ist, sollte man das Buch zumindest einmal gelesen haben.
von A. Helling
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April 26th, 2012

Als ihre Großmutter - das letzte Mitglied ihrer Familie - stirbt, weiß Mikage erst mal nicht weiter. Sie muss die viel zu große, teure Wohnung aufgeben. Durch einen Zufall verschlägt es Mikage zu Yuichi und Eriko Tanabe - Sohn und “Mutter”. Weil sie sich in die Küche verliebt bleibt sie.
Die Geschichte Vollmond ist die Fortsetzung von Kitchen und beginnt mit dem Verlust Erikos, der “Mutter” von Yuichi. Als Mikage - die mittlerweile wieder alleine wohnt - davon erfährt sucht sie Yuichi auf. Verbindet die beiden mehr als nur die gemeinsame Trauer um Eriko?
In der dritten Geschichte - Moonlight Shadow - begegnet uns Satsuki. Nachdem ihr Freund Hitoshi gestorben ist, versucht sie sich durch Joggen abzulenken. Auf ihrer morgendlichen Runde begegnet ihr eines Tages auf einer Brücke die Reisende namens Urara. Diese ist wegen eines geheimnisvollen Ereignisses im Ort, welches nur alle hundert Jahre passiert, wenn die Voraussetzungen stimmen.
Mit kleinen Worten zaubert uns Banana Yoshimoto ein Bild aus dem Alltag. Einfühlsam beschreibt sie das Leben derer, die zurückbleiben. Wie gehen sie mit ihrer Trauer um? Wie lenken sie sich ab? Welche Erinnerungen und Gefühle bleiben zurück?
von A. Helling
Von Banana Yoshimoto gibt es in der Stadtbücherei Soest übrigens noch: N. P., Amrita und Sly
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